Die Klinik

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Unsere Klinik ist ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie mit dem Versorgungsauftrag für die Landkreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg.

Der Verein "die Brücke" ist der einzige Gesellschafter der Klinik-GmbH. Der Verein wurde 1964 gegründet und zielt seither mit seinen Aktivitäten und Einrichtungen auf bedarfsgerechte, differenzierte und gemeindenahe Hilfen für psychisch kranke und beeinträchtigte Menschen.
Mit dem Umzug des bettenführenden Bereichs der Klinik nach Uelzen wurden weitere qualitative Verbesserungen zur Umsetzung dieser Ziele erreicht.


Zum einen wird der Schwerpunkt der Arbeit damit noch stärker als bisher in das räumliche Zentrum des Versorgungsgebietes verlagert. Zum anderen erfolgt damit der Ausbau und die weitere innere Vernetzung unserer Angebote, wie sie sich insbesondere in der Etablierung einer dreigliedrig gestuften Versorgungsstruktur widerspiegelt: mit dem vollstationären (bettenführenden) Bereich, dem teilstationären (die Tagesklinik Uelzen) und dem ambulanten Bereich (der Institutsambulanz als bereits jetzt eigenständig arbeitende Abteilung der Klinik) als Grundpfeiler der regionalen psychiatrischen Versorgung. Der Aufbau dieser dreigliedrigen Struktur entspricht den Anforderungen an unterschiedliche Bedürfnisse und Bedarfsprofile von Patienten ebenso wie jenen an eine auch im wirtschaftlichen Sinne effektive Versorgung. Die inhaltlichen, therapeutischen Konzepte der drei genannten Grundpfeiler der Psychiatrischen Klinik Uelzen werden unten skizziert.

Besonderen Wert legen wir auf die Vernetzung der von uns entwickelten komplementären, ambulanten und teilstationären Einrichtungen zur differenzierten Versorgung psychisch Kranker in der Region.
Im Laufe der letzten Jahre wurden bereits weitere komplementäre - ambulante und teilstationäre - Einrichtungen zur differenzierten Versorgung psychisch Kranker in den Landkreisen Lüneburg, Uelzen, Lüchow-Danneberg und Gifhorn aufgebaut.

Die Entwicklung von fachspezifischen Netzwerken zwischen verschiedenen lokalen/regionalen Akteuren und Einrichtungen zur weiteren Verbesserung der Versorgung relevanter Gruppen psychisch kranker Menschen verstehen wir als zunehmend wichtiger werdendes Aufgabenfeld.

 

Therapeutische Grundlagen

 


Die gemeinsame Basis unseres therapeutischen Konzeptes - unabhängig von der Frage der konkreten Einrichtung, die Patienten in Anspruch nimmt - bildet ein ganzheitliches, "biopsychosoziales Modell" psychischer Erkrankungen bzw. ihrer Genese. Somatische, intrapsychische und psychosoziale Aspekte der Erkrankung werden berücksichtigt.

 

Im Rahmen der Diagnostik wird ein sorgfältiges und gründliches Interview zur Erhebung der persönlichen Lebensgeschichte der Patienten durchgeführt, der alle Faktoren eingehend beleuchtet, die Auswirkungen der Erkrankung auf verschiedene Lebensbereiche eruiert und die subjektive Sichtweise der Patienten einbezieht. Hieran sowie an den Möglichkeiten und Bedürfnissen der einzelnen Patienten orientiert sich die Entwicklung und Durchführung eines individuellen Therapieplans.


Für den Verlauf der Behandlung sind aus unserer Sicht darüber hinaus die Aufrechterhaltung und/oder Knüpfung stabiler Beziehungen mit regelmäßigen Kontakten (innerhalb und außerhalb der Einrichtung) und die Teilnahme an Gruppenprozessen von herausragender Bedeutung.

 

Der bettenführende Bereich

 


Mit 92 Betten - auf fünf Stationen - verfügt das Haus über eine Größenordnung die sowohl den Ansprüchen an die regionale Pflichtversorgung, insbesondere auch von Notfällen, gerecht wird als auch Eignung aufweist, spezielle Patientengruppen weiterer Regionen zu versorgen (Angst- und Zwangsstörungen, Traumatisierungsopfer, Depression, Zwangs-Sucht-Spektrum-Störung).

Alle Stationen haben einen störungsspezifischen Schwerpunkt, um Lernprozesse in der Gruppe zu ermöglichen:

 

STATION 1:

Psychosen des schizophrenen, schizoaffektiven und paranoiden Formenkreises; manische Psychosen



STATION 2:

Depression im höheren Lebensalter (in diese Station ist eine kleine Subeinheit für gerontopsychiatrisches Klientel mit erhöhtem Unterstützungs- und Beaufsichtigungsbedarf integriert)


STATION 3:

Depressionen verschiedener Genese & bipolare Störungen


STATION 4:

Suchterkrankungen (mit sog. "qualifizierter Entgiftung" als Kernprogramm) incl. comorbider Störungen


STATION 5:

Angst- und Zwangsstörungen, sowie posttraumatische und Zwangs-Spektrum-Störungen

 


Die Therapiepläne setzen sich aus störungsspezifischen Modulen zusammen und orientieren sich an den je besonderen gesundheitlichen Bedarfen und individuellen Bedürfnissen der Patienten.

 

Jeder Therapieplan enthält die folgenden Grundelemente:

  • Ärztliche Diagnostik und Beratung
  • Patientenschulung (sog. "Psychoedukation")
  • Leitlinienorientierte Medikation
  • Angehörigenberatung
  • Gruppentherapien
  • Ergotherapie
  • Sport und Entspannungsverfahren
  • Milieutherapeutisch Aktivierung / Schutz

Ergänzend und je nach Einzelfall werden weitere sozial- und psychotherapeutische Hilfen und Verfahren angeboten: Sozialberatung, Ernährungsberatung, Kompetenztraining, erlebnisorientierte und tiefenpsychologische Therapie, Verhaltenstherapie und Familienberatung bzw. -therapie.


Die Therapieprogramme sind grundsätzlich stationsunabhängig konzipiert, so dass - falls erforderlich - Patienten an Angeboten einer anderen Station teilnehmen können, ohne die Station insgesamt wechseln zu müssen.


Im Weiteren sollen Teile der Programme auch ambulant und teilstationär absolviert werden können. Dies ermöglicht die Inanspruchnahme komplexer und längerfristiger Therapie-programme ohne entsprechend andauernden vollstationären Aufenthalt bei weitgehender Konstanz des therapeutischen Umfeldes (Therapeuten und Mitpatienten).

 

Struktur des inhaltlichen Konzeptes

 


Angebote

Grundgerüst

Module

Ergänz.


Diagnostik

X








Einzelfallorient.

Beratung

Ärztl. Beratung

X

Patientenschulung

X

Angehörigenberatung

X

Sozialberatung



X

Ernährungsberatung



X

Sonstige

Gesundheitsberatung



X





Einzelfallorient.

Therapie/Verfahren

Psychopharmakotherapie

X

X


Sonstige

Pharmakotherapie



X

Psychotherapie (div.)


X


Familientherapie



X






Gruppenorient.

Therapien /

Verfahren

Gruppentherapie

X

X


Ergotherapie

XX

Sport

XX

Milieutherapeut.

Aktivierung

XX

Tagesstrukturierende Hilfe



X

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Module werden bei der Erarbeitung individueller Therapiepläne genutzt in deren Mittelpunkt stabile und einzeltherapeutische Beziehungen stehen.