Unsere Grundsätze
Die folgenden Grundsätze stellen zentrale handlungsleitende Prinzipien unserer Arbeit dar. Sie erstrecken sich auf unsere Sichtweise von den Patienten als Nutzer unserer Einrichtungen, auf unsere Arbeitsweisen und auf die Kooperation nach innen und außen. -
Patienten (bzw. Nutzer2) sind für uns keine "Fälle" - sie sind individuelle Persönlichkeiten mit jeweils einzigartigen Geschichten, eigenen Sichtweisen und Bedürfnissen. Diese bilden den Ausgangspunkt unserer therapeutischen Settings und Programme. -
Patienten sind für uns keine "Objekte" professioneller Versorgung - sie und ihre Angehörigen haben institutionalisierte Beschwerde- und Vertretungsrechte; ihre Ansichten und Interessen werden in unseren Gremien (Vorstand, Leitung, Patientenfürsprecher) berücksichtigt. -
Patienten sind für uns keine isolierten Individuen - unsere therapeutische Kultur orientiert sich am fortentwickelten Konzept der "therapeutischen Gemeinschaft"; Patienten werden bei Gestaltung des Stationslebens und der Therapien aktiv einbezogen. -
Patienten sind keine "Insassen" - auch nicht für die Dauer einer vollstationären Behandlung. Sie sind in erster Linie Teil von lebendigen Gemeinschaften: Familien, Nachbarschaften, Gemeinden. Die soziale Integration psychisch erkrankter Menschen ist seit 30 Jahren ein besonderes Anliegen der Psychiatrischen Klinik Häcklingen und ihres Trägers. In den 70er Jahren gingen gerade diesbezüglich nachhaltige Impulse von "Häcklingen" aus, die die Entwicklung vergleichbarer Einrichtungen beeinflussten. -
Behandlungsmethoden sind keine technischen Apparaturen, die vorgegebene Ergebnisse automatisch produzieren - wir stehen für behutsam und sorgfältig an die individuellen Umstände angepasste Therapieangebote auf der Grundlage formulierter und realistischer Ziele. Wir arbeiten multiprofessionell und interdisziplinär; eine "evidence based psychiatry" ohne humane Wertorientierung oder die einseitige Festlegung auf bestimmte therapeutische Richtungen lehnen wir ab. -
Behandlungsmethoden dürfen nicht willkürlich sein - unsere therapeutischen Angebote orientieren sich in allen Bereichen an fachlich ausformulierten Standards und überprüften wissenschaftlichen Erkenntnissen. -
Behandlungsmethoden sollen weiterentwickelt werden - Leitungspersonal wie Mitarbeiterinnen bilden sich kontinuierlich fort; wir arbeiten mit regionalen Universitätseinrichtungen zusammen und sind offen für fachliche wie organisatorische Innovationen. -
Behandlungsmethoden bedürfen einer kontinuierlichen Qualitätssicherung - die Ergebnisse unserer Angebote werden fortlaufend überprüft. Wir erstellen interne Manuale zur Qualitätskontrolle. Patienten werden dabei durch Befragungen und Beschwerdemanagement systematisch einbezogen. -
Mitarbeiter sind keine Befehlsempfänger - die Motivation von Mitarbeiter/innen hängt wesentlich von ihren Mitsprachemöglichkeiten und eigenständigen Verantwortungsbereichen ab. Wir pflegen eine flache Hierarchie und unser Leitungspersonal ist auch auf den höchsten Ebenen verpflichtet, mit Patienten zu arbeiten und ihr therapeutisches Handwerk zur Verfügung zu stellen. - Andere Einrichtungen und externe Akteure sind keine Konkurrenten - wir stehen zum Wohle von Patienten und Angehörigen für kooperative Strukturen zwischen unterschiedlichen Institutionen und Berufsgruppen, die an der regionalen Versorgung von psychisch erkrankten Menschen beteiligt sind. Wir arbeiten in Verbünden, Netzwerken, Qualitätszirkeln etc. mit.
---------------- 2) Im Krankenhaus sprechen wir von Patienten, in den ambulanten Diensten von Klienten oder Nutzern, in der Teestube und den Selbsthilfe-Einrichtungen von Nutzern oder Betroffenen. Im folgenden ist vereinfachend von "Patienten" die Rede.
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